‘Projekt o.r.t. – o.r.t. project’

Produktschau im Palast der Produktion

Herzliche Einladung, sich die o.r.t. Werkbox „Musterkammern“ anzuschauen!

www.palast-der-produktion.de

Produktschau webFlyer

Produktschau Flyer (PDF)

o.r.t. Werkbox „Musterkammern“ bald zu sehen

Zum Abschluss des einmonatigen »Labors neuer Arbeitsformen« präsentieren rund 70 Teilnehmer/innen aus Nah und Fern ihre Arbeiten und Projekte. … weiter zum Artikel o.r.t. Werkbox „Musterkammern“ bald zu sehen

o.r.t. Werkbox „Musterkammern“

Eine Woche lang haben wir uns in unserem Analyselabor mit Außenweltzentrale im Palast der Produktion (2. Stock, gegenüber der Laborküche) getroffen und gearbeitet. Mit dabei waren Bianka Buchen (Hamburg), Anne-Thrine Jackwitz (Oslo), Claudia Michaela Kochsmeier (Berlin), Ilka Meyer (Lohne bei Bremen) und Maria-Luisa Witte (Hamburg).

Unsere Werke haben wir für die ehemaligen Musterkammern im 1. Stock der ehemaligen Wollkämmerei entwickelt. Die Kammern sind große gemauerte Boxen ohne Fenster mit je drei Wänden und offen hin zum Gang. Jede Box hat noch in der Decke eine Luke, die mit einer Holzklappe verschlossen ist.

leereBox

Ilka stellt Holzabschnitte und andere Reste der Tischlerei zusammen und baut sie modellartig auf dem Betonboden auf. Annethrine spannt gehäkelte Umrisse von Hochhäusern in geknickten Ebenen auf. Ich klebe schwarzes und weißes Tape wie gewebt oder codiert auf eine lange Bahn. Marie zeichnet Licht und Dunkel und installiert mit Bianka einen Wassefall aus gekämmter Wolle von der Luke hinab. Bianka findet historische Zitate und schreibt sie in die Schiebetürspuren der Gangwand ein.

Analyslabor mit Außenweltzentrale

Analyslabor

Aussenweltzentrale

o.r.t. im Analyselabor des Palasts der Produktion mit Außenweltzentrale
(Fotos: Bianka Buchen)

Wiederholung (1)

Ich webe den schwarz-weißen Steg. Weiß von einer Seite zur anderen, Schwarz von der anderen Seite zur einen. Die Klaviertastatur, die ins Spiegelland führt. Der digitale Code, der ins Wunderland führt. Ich sitze auf dem Webstuhl, der in das Dazwischen führt.

Philosophische Sprechstunde

Heute um zwölf vor zwölf kommt der Philosoph, um gleich die philosphische Sprechstunde zu eröffnen.
Meine Frage an die beiden Philosophen: Zwei Welten, Schwarz und Weiß, wie können sie zusammen kommen?
Wittgenstein und Hegel antworten: Es gibt nur das Erste, wenn es das Zweite gibt. (Hegel ergänzt: Das Dritte ist das Verhältnis der ersten beiden. Das ist hier aber nicht wichtig.)
Schwarze und weiße Tapestreifen wiederholen sich in meiner skizzierten Raumintervention in einer der Wollmusterkammern im ersten Stock.
Deleuze schreibt erfassend über die Wiederholung. Dass erst aus der Wiederholung die Möglichkeit zur Innnovation entsteht. Die Philosophin sagt, dass die Möglichkeit besteht, bei Deleuze z.B. drei Seiten wieder und wieder zu lese, um das Gesagte durch die Wiederholung irgendwann fassen zu können.

Kochen im Chemielabor

Der Kaffee und später auch das Abendessen werden in der Laborküche gekocht, die tatsächlich das ehemalige Chemielabor der Wollkämmerei war. Heute morgen fragten mich die beiden neu angekommenen Künstlerinnen aus Glasgow, ob man das Wasser aus dem Laborwasserhahn trinken kann. Man kann, man kann sogar in dem tiefen braunen Becken mit dem tassengroßen Gummistöpsel den Abwasch machen.

Der Philosoph gesellt sich dazu. Es gibt Philosophen, die analysieren und es gibt Philosophen die spezifizieren. Die einen könnte man inhaltlich zusammen fassen, die anderen nicht.

Bogenschießen im Palast der Produktion

Das Bogenschießen ist eine statische Bewegung. Ich habe einen niedrigen Muskeltonus, d.h., bei dynamischer Bewegung baue ich keine Muskeln auf, sondern nur bei statischer Bewegung. Wenn ich den Bogen spanne, nimmt mein Körper eine Haltung ein, die in einer Kraft ist, die ich sonst nur mit viel zeitlichem Anlauf erreichen kann. Am zweiten Tag schieße ich den Pfeil. Ich lasse einfach die gespannte Sehne los in dem Moment, in dem mein Körper in seiner Kraft ist.

o.r.t. im „Palast der Produktion“

Seit Montag sind wir von o.r.t. im „Palast der Produktion“ in der Wollkämmerei in Bremen Blumenthal.

Der Palast der Produktion in Bremen-Blumenthal bietet den Projektteiltehmern vom 15. Juni bis 15. Juli 2012 Raum zum Arbeiten, Vernetzen und Re:präsentieren. Menschen mit unterschiedlichen Professionen aus nah und fern kommen zusammen, um ihren Tätigkeiten nachzugehen und gemeinsam ein Laboratorium zur Erprobung kollaborativer Arbeitsformen und neuer Produktionsweisen zu schaffen. In der früheren Sortierung der Bremer Wollkämmerei entsteht auf über 4.500 m ein lebendiges Gegenmodell zu entgrenzter und vereinzelter Erwerbsarbeit.

Der Palast der Prokuktion wurde konzipiert und vorbereitet von der ZwischenZeitZentrale Bremen (ZZZ).

Palast der Produktion
Landrat-Christians-Straße 95
28779 Bremen

o.r.t. Werkbox „Papier“

Noch bis zum 27. Mai 2012 ist die o.r.t. Werkbox in der Ausstellung „Schnittpunkt Papier“  (Kunstraum Arcade, 2340 Mödling, Hauptstraße 79 (Beethovenhaus), Österreich) zu sehen. Und so sieht sie aus:

Werkbox Papier

Artikel zur Ausstellung im Kunstmagazin PARNASS, Heft 2/2012:

Parnass Artikel