‘aus der Zwischenzeit’

Märchenpilze

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Analyslabor mit Außenweltzentrale

Analyslabor

Aussenweltzentrale

o.r.t. im Analyselabor des Palasts der Produktion mit Außenweltzentrale
(Fotos: Bianka Buchen)

Wiederholung (1)

Ich webe den schwarz-weißen Steg. Weiß von einer Seite zur anderen, Schwarz von der anderen Seite zur einen. Die Klaviertastatur, die ins Spiegelland führt. Der digitale Code, der ins Wunderland führt. Ich sitze auf dem Webstuhl, der in das Dazwischen führt.

Philosophische Sprechstunde

Heute um zwölf vor zwölf kommt der Philosoph, um gleich die philosphische Sprechstunde zu eröffnen.
Meine Frage an die beiden Philosophen: Zwei Welten, Schwarz und Weiß, wie können sie zusammen kommen?
Wittgenstein und Hegel antworten: Es gibt nur das Erste, wenn es das Zweite gibt. (Hegel ergänzt: Das Dritte ist das Verhältnis der ersten beiden. Das ist hier aber nicht wichtig.)
Schwarze und weiße Tapestreifen wiederholen sich in meiner skizzierten Raumintervention in einer der Wollmusterkammern im ersten Stock.
Deleuze schreibt erfassend über die Wiederholung. Dass erst aus der Wiederholung die Möglichkeit zur Innnovation entsteht. Die Philosophin sagt, dass die Möglichkeit besteht, bei Deleuze z.B. drei Seiten wieder und wieder zu lese, um das Gesagte durch die Wiederholung irgendwann fassen zu können.

Kochen im Chemielabor

Der Kaffee und später auch das Abendessen werden in der Laborküche gekocht, die tatsächlich das ehemalige Chemielabor der Wollkämmerei war. Heute morgen fragten mich die beiden neu angekommenen Künstlerinnen aus Glasgow, ob man das Wasser aus dem Laborwasserhahn trinken kann. Man kann, man kann sogar in dem tiefen braunen Becken mit dem tassengroßen Gummistöpsel den Abwasch machen.

Der Philosoph gesellt sich dazu. Es gibt Philosophen, die analysieren und es gibt Philosophen die spezifizieren. Die einen könnte man inhaltlich zusammen fassen, die anderen nicht.

Bogenschießen im Palast der Produktion

Das Bogenschießen ist eine statische Bewegung. Ich habe einen niedrigen Muskeltonus, d.h., bei dynamischer Bewegung baue ich keine Muskeln auf, sondern nur bei statischer Bewegung. Wenn ich den Bogen spanne, nimmt mein Körper eine Haltung ein, die in einer Kraft ist, die ich sonst nur mit viel zeitlichem Anlauf erreichen kann. Am zweiten Tag schieße ich den Pfeil. Ich lasse einfach die gespannte Sehne los in dem Moment, in dem mein Körper in seiner Kraft ist.

o.r.t. im „Palast der Produktion“

Seit Montag sind wir von o.r.t. im „Palast der Produktion“ in der Wollkämmerei in Bremen Blumenthal.

Der Palast der Produktion in Bremen-Blumenthal bietet den Projektteiltehmern vom 15. Juni bis 15. Juli 2012 Raum zum Arbeiten, Vernetzen und Re:präsentieren. Menschen mit unterschiedlichen Professionen aus nah und fern kommen zusammen, um ihren Tätigkeiten nachzugehen und gemeinsam ein Laboratorium zur Erprobung kollaborativer Arbeitsformen und neuer Produktionsweisen zu schaffen. In der früheren Sortierung der Bremer Wollkämmerei entsteht auf über 4.500 m ein lebendiges Gegenmodell zu entgrenzter und vereinzelter Erwerbsarbeit.

Der Palast der Prokuktion wurde konzipiert und vorbereitet von der ZwischenZeitZentrale Bremen (ZZZ).

Palast der Produktion
Landrat-Christians-Straße 95
28779 Bremen